Für Angestellte ist das monatliche Gehalt meist die einzige laufende Einnahme. Fällt es wegen Krankheit dauerhaft weg, fehlt die Grundlage für Miete, Kreditraten und Altersvorsorge – und die gesetzliche Absicherung schließt diese Lücke nur zum Teil.
Die Norm DIN 77230 „Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte“ ordnet die Absicherung der Arbeitskraft nach Haftpflicht- und Krankenversicherung den existenziellen Risiken zu. Die gesetzliche Rentenversicherung schützt dabei nicht Ihren Beruf, sondern nur Ihre Erwerbsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt (§ 43 SGB VI). Diese Seite zeigt, welche Ansprüche Angestellte haben, wie Sie die verbleibende Lücke berechnen und worauf es bei Betriebsrente, Teilzeit und Berufswechsel ankommt.
Das Wichtigste in Kürze
- Angestellte erhalten eine Erwerbsminderungsrente nur, wenn sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt weniger als sechs Stunden täglich arbeiten können; der bisherige Beruf ist dafür kein Maßstab.
- Die Höhe der vollen Erwerbsminderungsrente steht in Ihrer Renteninformation; für die Bedarfsermittlung setzt die DIN 77230 nur die Hälfte davon an, die halbe Erwerbsminderungsrente.
- Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung leistet in guten Tarifen auf zwei Wegen: bei einer ärztlichen Prognose von sechs Monaten zu mindestens 50 % oder rückwirkend ab dem ersten Tag, wenn dieser Zustand sechs Monate ununterbrochen bestanden hat. Eine AU-Klausel kann einen dritten Weg eröffnen.
- Bei gesetzlich krankenversicherten Angestellten wird die BU-Rente zusätzlich zu Lohnfortzahlung und Krankengeld gezahlt; ein privates Krankentagegeld endet bei Berufsunfähigkeit meist nach drei bis sechs Monaten.
- Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung sind auf den Bedarf anzurechnen, hängen aber oft am Arbeitgeber und an einem Sparvertrag.
- Eine Nachversicherungsgarantie erlaubt in vielen Tarifen, die Rente bei Gehaltssprung, Heirat oder Geburt ohne neue Gesundheitsprüfung zu erhöhen.
- Angestellte mit überwiegender Bürotätigkeit stufen viele Versicherer günstig ein – umso stärker entscheiden die Gesundheitsangaben über Annahme und Bedingungen.
Definition: Wann gelten Angestellte als berufsunfähig?
Berufsunfähig ist nach § 172 Abs. 2 VVG, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechenden Kräfteverfalls ganz oder teilweise voraussichtlich auf Dauer nicht mehr ausüben kann. Gute Tarife konkretisieren das über Anspruchsgrundlagen, die wir im nächsten Abschnitt erklären.
Für Angestellte heißt das: Maßstab ist die konkrete Stelle mit ihren Aufgaben – Bildschirmarbeit, Kundentermine, Dienstreisen, Führung –, nicht die Berufsbezeichnung im Arbeitsvertrag. Bei leitenden Tätigkeiten kommt es darauf an, ob zentrale Fähigkeiten wie Konzentration, Urteilsvermögen oder Belastbarkeit so eingeschränkt sind, dass die Aufgabe nicht mehr sinnvoll erfüllt werden kann. Wer als Angestellter überwiegend körperlich arbeitet, etwa in Pflege, Lager oder Montage, findet die Besonderheiten unter Arbeiter.
Wann die Berufsunfähigkeitsversicherung für Angestellte zahlt: drei Anspruchsgrundlagen
Gute Tarife kennen zwei Wege zur BU-Rente, die man Anspruchsgrundlagen nennt. Mit einer vereinbarten AU-Klausel kommt ein dritter hinzu.
- Anspruchsgrundlage 1 – Prognose: Ärzte bestätigen nachvollziehbar, dass Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich mindestens sechs Monate zu mindestens 50 % nicht ausüben können. Dann wird von Beginn an geleistet. Typisch ist das bei einer Krebserkrankung, wenn Chemotherapie oder Bestrahlung notwendig werden.
- Anspruchsgrundlage 2 – Rückschau: Lässt sich anfangs keine Prognose stellen, genügt es, dass Sie sechs Monate ununterbrochen zu mindestens 50 % berufsunfähig waren und der Zustand danach andauert – sei es auch nur einen Tag. Dann zahlt der Versicherer rückwirkend ab dem ersten Tag. Das betrifft oft psychische Erkrankungen und derzeit viele Angestellte mit ME/CFS nach Long-COVID, bei denen niemand vorhersagen kann, wie die Krankheit verläuft und wie lange sie dauert.
- Anspruchsgrundlage 3 – AU-Klausel („gelber Schein“): Ist sie vereinbart, zahlt der Versicherer schon bei längerer Krankschreibung, meist ab sechs Monaten und zeitlich begrenzt, bis über die Berufsunfähigkeit entschieden ist. Wir empfehlen sie grundsätzlich, solange der Mehrbeitrag angemessen bleibt. Wer ein privates Krankentagegeld hat, braucht für die AU-Klausel immer die Zustimmung seines Krankentagegeldversicherers, weil dort das Bereicherungsverbot gilt.
Wichtig ist das Zusammenspiel mit der Krankenversicherung. Bei gesetzlich krankenversicherten Angestellten wird die BU-Rente immer zusätzlich zur Lohnfortzahlung des Arbeitgebers und zum Krankengeld gezahlt. Bei privat Krankenversicherten endet das Krankentagegeld bei Eintritt der Berufsunfähigkeit meist nach einer Übergangsfrist von drei bis sechs Monaten; Krankentagegeld und BU-Rente sollten deshalb lückenlos aufeinander abgestimmt sein. Einzelheiten erklären wir unter Leistungen.
Was Angestellte von der gesetzlichen Rentenversicherung erwarten können
Die meisten Angestellten sind in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Eine Rente wegen Erwerbsminderung setzt zweierlei voraus: die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren (§ 50 SGB VI) und mindestens drei Jahre Pflichtbeiträge in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung. Ob und in welcher Höhe gezahlt wird, hängt dann von der verbleibenden Arbeitszeit ab – gemessen an jeder Tätigkeit des allgemeinen Arbeitsmarkts:
- Volle Erwerbsminderungsrente: Sie können weniger als drei Stunden täglich arbeiten.
- Teilweise Erwerbsminderungsrente in Höhe der Hälfte der vollen Rente: Sie können drei bis unter sechs Stunden täglich arbeiten.
- Keine Rente: Sie können sechs Stunden oder mehr arbeiten – auch wenn Ihr bisheriger Beruf nicht mehr möglich ist.
Ein Beispiel: Ein Vertriebsmitarbeiter, der nach einer Erkrankung keine Kundentermine und Dienstreisen mehr wahrnehmen kann, ist in seinem Beruf womöglich berufsunfähig. Kann er aber noch sechs Stunden täglich eine einfache Tätigkeit ausüben, erhält er keine Erwerbsminderungsrente. Ausbildung, Einkommen und bisherige Stellung spielen dabei keine Rolle.
Wer teilweise erwerbsgemindert ist und keinen passenden Teilzeitarbeitsplatz findet, kann die volle Rente als Arbeitsmarktrente erhalten, in der Regel befristet. Einen gesetzlichen Berufsschutz haben nach § 240 SGB VI nur noch Versicherte, die vor dem 2. Januar 1961 geboren sind; für Angestellte im heutigen Erwerbsalter spielt er praktisch keine Rolle mehr.
Die Höhe der Rente richtet sich nach Beitragsjahren und versichertem Einkommen. Hinzu kommt eine Zurechnungszeit: Sie werden so gestellt, als hätten Sie bis zu einem bestimmten Alter weitergearbeitet, das bis 2031 schrittweise auf 67 Jahre steigt (§§ 59, 253a SGB VI). Wer länger in Teilzeit gearbeitet hat, erwirbt weniger Ansprüche. Wie hoch die volle Erwerbsminderungsrente wäre, wenn sie heute einträte, nennt Ihre Renteninformation. Die Deutsche Rentenversicherung versendet sie jährlich an Versicherte ab 27 Jahren mit mindestens fünf Jahren Beitragszeiten (§ 109 SGB VI).
Unser Rat: Sehen Sie nicht nur in Ihre Renteninformation, sondern prüfen Sie auch Ihren Versicherungsverlauf: Sind alle Zeiten ab Ihrem 16. Geburtstag so erfasst, wie sie tatsächlich waren – Kindererziehungszeiten, Wehr- oder Zivildienst, Ausbildungszeiten als Ausbildung sowie Schul- und Studienzeiten? Schul- und Studienzeiten ab dem 17. Geburtstag zählen als Anrechnungszeiten, und die einzelnen Zeiten werden unterschiedlich bewertet. Fehlt etwas oder ist es falsch zugeordnet, beantragen Sie eine Kontenklärung. Liegt Ihnen keine Renteninformation vor, fordern Sie sie bei der Deutschen Rentenversicherung an.
Angestellte Ärzte, Architekten oder Rechtsanwälte sind häufig von der gesetzlichen Rentenversicherung befreit und Mitglied eines berufsständischen Versorgungswerks. Dann richten sich Voraussetzungen und Höhe einer Rente bei Berufsunfähigkeit nach dessen Satzung; lassen Sie sich Ihre Ansprüche bescheinigen.
Betriebsrente: was Angestellte über den Arbeitgeber abgesichert haben
Viele Arbeitgeber bieten ihren Angestellten eine betriebliche Altersversorgung an, manche mit einem Baustein für Berufsunfähigkeit. Fragen Sie in der Personalabteilung nach, ob eine solche Leistung besteht, wie hoch sie ist und unter welchen Bedingungen sie gezahlt wird. Bei der Bewertung helfen drei Fragen:
- Bedingungen: Gilt dieselbe Definition der Berufsunfähigkeit wie in einem guten Einzeltarif, mit 50 % und sechs Monaten Prognose?
- Arbeitgeberwechsel: Kann der Schutz beim Ausscheiden privat weitergeführt oder vom neuen Arbeitgeber übernommen werden, und zu welchem Beitrag?
- Kopplung: Ist der BU-Schutz an einen Sparvertrag gebunden, sodass er endet oder sinkt, wenn Beiträge ausgesetzt werden?
Eine AU-Klausel lässt sich bei einer BU über den Betrieb nicht vereinbaren. Sie gibt es nur bei privat abgeschlossenen Berufsunfähigkeitsversicherungen.
Hinzu kommt die Besteuerung: Eine BU-Rente aus der betrieblichen Altersversorgung ist in der Regel voll steuerpflichtig, und für gesetzlich Krankenversicherte können Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung anfallen. Eine privat abgeschlossene BU-Rente wird dagegen nur mit dem Ertragsanteil besteuert. Die Durchführungswege erklären wir unter Betriebliche Altersversorgung.
Teilzeit, Elternzeit und Berufswechsel bei Angestellten
Teilzeit: Wechseln Angestellte in Teilzeit, läuft ein bestehender Vertrag unverändert weiter. Für neue Verträge und Erhöhungen richten die Versicherer die höchstmögliche BU-Rente aber am aktuellen Einkommen aus, häufig an 60 bis 80 % des Bruttoeinkommens. Im Leistungsfall wird die Teilzeitstelle geprüft, wenn Sie die Stunden aus nicht gesundheitlichen Gründen verringert haben. Haben Sie die Stunden wegen einer beginnenden Erkrankung reduziert, gilt nach § 172 Abs. 2 VVG der Beruf, wie er ohne diese Beeinträchtigung ausgestaltet war.
Elternzeit: Viele Tarife bieten Stundungsmöglichkeiten, mit denen sich Beiträge für eine begrenzte Zeit aufschieben lassen; Dauer und Bedingungen unterscheiden sich je Versicherer. Die Geburt eines Kindes ist zudem ein typischer Anlass für eine Nachversicherung.
Berufswechsel: Einen späteren Wechsel des Berufs oder des Arbeitgebers müssen Sie dem Versicherer in aller Regel nicht melden; Ihr Beitrag steigt dadurch nicht. Im Leistungsfall gilt die neue Tätigkeit als zuletzt ausgeübter Beruf. Wer ins Beamtenverhältnis oder in die Selbstständigkeit wechselt, sollte prüfen, ob der Vertrag dazu passt – mehr unter Beamte und Selbstständige.
Nachversicherung: Schutz, der mit der Karriere wächst
Mit einer Nachversicherungsgarantie erhöhen Sie die BU-Rente bei bestimmten Anlässen ohne erneute Gesundheitsprüfung, etwa nach Heirat, Geburt eines Kindes oder einem Gehaltssprung. Für Angestellte ist das wichtig, weil das Einkommen im Berufsleben meist steigt, während neue Diagnosen eine Erhöhung mit Gesundheitsprüfung erschweren können. Anlässe, Fristen und Höchstgrenzen regelt jeder Tarif anders.
Unser Rat: Legen Sie die Anfangsrente nicht zu knapp fest, nur weil später eine Nachversicherung möglich ist. Erhöhungen sind je Anlass und insgesamt begrenzt und müssen innerhalb bestimmter Fristen beantragt werden.
So ermitteln Angestellte ihren Bedarf
Die DIN 77230 unterscheidet zwischen der Absicherung des finanziellen Grundbedarfs und der des Lebensstandards. Für Angestellte, die einen Kredit bedienen oder Angehörige versorgen, ist meist die Absicherung des Lebensstandards angemessen. Für die Berechnung gehen Sie in vier Schritten vor:
- Ermitteln Sie Ihre festen monatlichen Ausgaben einschließlich der Beiträge zur Altersvorsorge.
- Ziehen Sie gesetzliche Ansprüche ab – nach DIN 77230 aber nur die halbe Erwerbsminderungsrente, also die Hälfte des Betrags, den Ihre Renteninformation als volle Erwerbsminderungsrente ausweist. Denn wer noch drei bis unter sechs Stunden täglich arbeiten kann, erhält nur die halbe Rente – und wer sechs Stunden kann, gar keine.
- Ziehen Sie gesicherte Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung oder einem Versorgungswerk ab.
- Berücksichtigen Sie dauerhaft gesicherte sonstige Einnahmen, etwa Mieteinnahmen nach Abzug der Instandhaltung. Ob das Einkommen einer Partnerin oder eines Partners einfließen soll, ist eine persönliche Entscheidung.
Was übrig bleibt, ist die BU-Rente, die Sie privat absichern sollten. Unser normkonformer Bedarfsrechner führt Sie durch die Berechnung. Vereinbaren Sie die Laufzeit bis 67, dem Beginn der Regelaltersrente; ein früheres Endalter lässt eine Lücke.
Eigenständiger Vertrag oder Kombination?
Angestellten werden auch Kombinationen angeboten, die den BU-Schutz mit einer privaten Rentenversicherung, einer Basisrente, der betrieblichen Altersversorgung oder einer Risikolebensversicherung verbinden. Außer bei der Risikolebensversicherung wird der Schutz dabei an einen Sparvorgang gekoppelt.
Unser Rat: Trennen Sie Risikoschutz und Sparen. Ein eigenständiger Vertrag bleibt bestehen, wenn Sie den Arbeitgeber wechseln oder Ihre Altersvorsorge umstellen, und Sie wählen für jede Aufgabe den passenden Anbieter. Dass ein Versicherer zugleich die beste Berufsunfähigkeitsversicherung und das beste Sparprodukt für Sie hat, ist die Ausnahme.
Worauf Angestellte im Vertrag achten sollten
- Verzicht auf die abstrakte Verweisung (§ 172 Abs. 3 VVG): kein Verweis auf einen Beruf, den Sie tatsächlich nicht ausüben.
- Leistung ab 50 % Berufsunfähigkeit, Prognosezeitraum sechs Monate, rückwirkende Leistung.
- Klare Regel, welcher Beruf nach Elternzeit oder Arbeitslosigkeit als zuletzt ausgeübt gilt.
- Nachversicherungsgarantie mit Anlässen, die zu Ihrer Lebensplanung passen.
- Gegen die Geldentwertung: vor dem Leistungsfall eine Beitragsdynamik, nach Eintritt des Versicherungsfalls eine garantierte oder versprochene Rentensteigerung (Leistungsdynamik) – garantiert mit festem Prozentsatz, versprochen aus Überschüssen und in der Höhe nicht garantiert.
- Eine AU-Klausel, die bei längerer Krankschreibung, meist ab sechs Monaten, befristet auf meist 12 bis 36 Monate zahlt – grundsätzlich empfehlenswert, solange der Mehrbeitrag angemessen bleibt.
Unsere Mindeststandards erklären wir unter Leistungen, die Gründe für große Preisunterschiede unter Beiträge.
Gesundheitsangaben und Risikovoranfrage
Behandlungen wegen Rückenbeschwerden oder psychischer Belastung bewerten die Versicherer bei Angestellten sehr unterschiedlich – von der Annahme zu normalen Bedingungen bis zur Ablehnung. Deshalb stellen wir vor jedem Antrag eine anonyme Risikovoranfrage: ohne Namen, Anschrift und Unterschrift, sodass keine personenbezogene Meldung an das Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft (HIS) entsteht. Das Verfahren hat Helge Kühl Anfang der 2000er Jahre entwickelt. Für Sie entstehen keine gesonderten Kosten: Als Makler erhalten wir bei Abschluss eine Courtage vom Versicherer, Ihr Beitrag ändert sich dadurch nicht.
Häufige Fragen von Angestellten zur Berufsunfähigkeit
Brauchen Angestellte mit Bürotätigkeit eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
In der Regel ja. Auch am Schreibtisch endet die Arbeitsfähigkeit meist durch Krankheit, nicht durch einen Unfall – etwa durch psychische Erkrankungen oder Leiden der Wirbelsäule. Die gesetzliche Rente leistet nur bei Erwerbsminderung und deckt dann meist nur einen Teil des Einkommens.
Wie hoch ist die Erwerbsminderungsrente für Angestellte?
Das hängt von Beitragsjahren und versichertem Einkommen ab. Den Betrag der vollen Erwerbsminderungsrente nennt Ihre Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung – sehen Sie dort auf jeden Fall nach. Für die Bedarfsermittlung setzen Sie nach DIN 77230 nur die Hälfte davon an, denn die Renteninformation weist allein die volle Rente aus.
Müssen Angestellte einen Berufs- oder Arbeitgeberwechsel melden?
In der Regel nicht. Ein späterer Wechsel ist nicht anzeigepflichtig und verändert den Beitrag nicht. Im Leistungsfall wird die neue Tätigkeit als zuletzt ausgeübter Beruf geprüft.
Ersetzt eine BU über den Arbeitgeber den privaten Vertrag?
Meist nicht vollständig. Sie ist oft an den Arbeitgeber und an einen Sparvertrag gebunden und wird anders besteuert. Rechnen Sie die gesicherte Leistung an und sichern Sie den Rest eigenständig ab.
Was gilt, wenn ich in Teilzeit arbeite?
Ihr bestehender Vertrag läuft unverändert weiter. Haben Sie die Stunden aus nicht gesundheitlichen Gründen verringert, wird im Leistungsfall die Teilzeitstelle geprüft.
Bis zu welchem Alter sollten Angestellte versichert sein?
In der Regel bis 67, dem Beginn der Regelaltersrente. Ein früheres Endalter senkt den Beitrag, lässt aber eine Lücke in den Jahren, in denen gesundheitliche Einschränkungen häufiger werden.
Ihr nächster Schritt
Fordern Sie unverbindlich einen Beitrags- und Leistungsvergleich zur Berufsunfähigkeitsversicherung an. Als Angestellte oder Angestellter beschreiben Sie dabei Ihre Tätigkeit möglichst genau – Anteil Bürotätigkeit, Reisetätigkeit, Personalverantwortung –, denn danach stufen die Versicherer ein. Sie erhalten die Unterlagen von zunächst drei bis fünf empfehlenswerten Anbietern; durch die anschließende Risikovoranfrage begleiten wir Sie.
© 2026 Helge Kühl und Kollegen eG. Fachlich verantwortlich: Helge Kühl. Stand: Oktober 2026.

