Allgemeine Auswahlkriterien Berufsunfähigkeitsversicherung

Auswahlkriterien für die Wahl einer guten Berufsunfähigkeitsversicherung

Beitragsunterschiede

Natürlich ist der zu zahlende Beitrag eine wichtige Komponente, so kennzeichnen doch Beitragsunterschiede von bis zu 400 % (!) die Versicherungslandschaft – bei oftmals vergleichbarem Risiko und Leistungen.

Nachfolgende Beispiele verdeutlichen den Sachverhalt:

1. Kaufmännische Angestellte
2. Selbständiger Rechtsanwalt
3. Studentin der Naturwissenschaft
4. Maurer

Die Verzinsung des Ersparten wurde in allen Beispielen sogar noch unberücksichtigt gelassen.
Unsere Quelle: Morgen und Morgen, MuMOffice, Stand Februar 2015. Voreinstellungen: 5 Sterne (Höchstnote) bei den Versicherungsbedingungen und 5 Sterne bei den Antragsfragen.

Leistungsunterschiede

Ebenso entscheidend sind allerdings die Versicherungsbedingungen. Hier lauert so manche Überraschung. Wird übereilt ein Versicherungsvertrag bei einem Anbieter mit schlechten Leistungen abgeschlossen, droht im Schadenfall das böse Erwachen. Bei Erstellung unseres Beitrags-/Leistungsvergleiches berücksichtigen wir nur Versicherer, die bei FINANZtest mit dem Urteil „sehr gut“ abgeschnitten und vom Softwarehaus Morgen und Morgen die Höchstnote von 5 Sternen sowohl bei der Kundenfreundlichkeit der Bedingungen als auch bei der Formulierung der Antragsfragen erhalten haben. So schützen wir Sie vor vor vielen unliebsamen Überraschungen.

Nachfolgend möchten wir Ihnen eine (nicht abschließende) Aufzählung relevanter Leistungsunterschiede aufzeigen.

Verzicht auf abstraktes Verweisungsrecht (K.O. Kriterium)
Umorganisation des Arbeitsplatzes
Prognosezeitraum 6 Monate
Rückwirkende Leistungen
Dynamische Anpassungsmöglichkeiten
Nachversicherungsmöglichkeiten
Meldefrist
Keine überraschenden Leistungsausschlüsse
Unverschuldete Anzeigepflichtverletzung
Mitwirkungspflichten im Schadenfall
Vorübergehendes Ausscheiden aus dem Beruf
Geltungsbereich
Innere Unruhen
Beitragsstundung

Wahl der Laufzeit

Wählen Sie die Laufzeit des Vertrages mindestens bis zu Ihrem 65. Lebensjahr, idealerweise bis zum 67. Geburtstag, also bis zum vermutlichem Renteneintrittsdatum. Sie können die Versicherungssumme während der Vertragslaufzeit herabsetzten oder den Vertrag sogar ganz kündigen.

Bei Wahl einer zu kurzen Vertragslaufzeit (z.B. über 10 Jahre) besteht die Gefahr, dass Sie nach Ablauf der vereinbarten Frist weiterhin Versicherungsschutz benötigen, diesen möglicherweise aufgrund veränderter Gesundheitsverhältnisse nicht mehr bekommen. Problematisch sind auch Verträge, die bis zum Endalter 55 abgeschlossen werden. Hintergrund: Die statistische Eintrittswahrscheinlichkeit des Versicherungsfalls liegt vor allem in der Altersklasse zwischen dem 55. und dem 60. Lebensjahr.

Allerdings: Naturgemäß ist die Wahl der Laufzeit beitragsrelevant. Wer den Schutz sinnvollerweise bis 67 anstatt bis 65 laufen lässt, zahlt beispielsweise dafür einen Mehrbeitrag von ca. 20%. Kürze Vertragsdauern sind nur dann sinnvoll, wenn dafür ein gesicherter Ausgleich geschaffen werden kann. Wird beispielweise ein Haus finanziert und fallen die Darlehensbelastungen zu einem früheren Zeitpunkt weg, kann auch der BU-Schutz oder ein Teil davon mit einer kürzeren Laufzeit verknüpft werden.

Unterschiedliche Fragen in den Versicherungsanträgen

Die richtige und detaillierte Beantwortung der gestellten Gesundheitsfragen sind für jeden Versicherungsnehmer Grundvoraussetzung für die dauerhafte Gewähr der Versicherungsschutzes, da ansonsten der Versicherer möglicherweise wegen Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht vom Vertrag zurücktreten oder wegen Arglist anfechten kann.

Die risikorelevanten Fragen der Anbieter unterscheiden sich erheblich. Bei den Gesundheitsfragen ist es oftmals schon relevant, ob ein Anbieter einen 5- oder 10-Jahreszeitraum abfragt. Die unterschiedlichen Abfragezeiträume können sich auf ambulante oder stationäre Krankenbehandlungen beziehen. Außerdem fallen  die Abfragezeiträume zu psychischen Vorerkrankungen, Erkrankungen der Wirbelsäule, zur Medikameneneinnahme oder zum Drogenkonsum unterschiedlich aus. Relevant ist im Einzelfall möglicherweise, ob ein Anbieter nach jedweden Krankheiten/Beschwerden und Anomalien fragt oder aber nur nach innerhalb eines bestimmten Zeitraumes ärztlich Behandelten. Darüber hinaus gibt es Unterschiede bei Fragen zu konkreten Auslandsaufenthalten mit unterschiedlichen Aufenthaltsdauern und zu Hobbies.

Daher macht es überhaupt keinen Sinn und führt eine Risikovoranfrage ad absurdum, wenn nicht mit den original Antragsfragen eines Anbieters gearbeitet wird. Das ist zwar etwas mühsamer, aber richtig.

Achtung, wichtig

 

 

Unser Service

Wir berücksichtigen bei unseren Analysen nur Anbieter, die sowohl bei den Versicherungsbedingungen als auch bei den Antragsfragen die Höchstnote von 5 Sternen im Rating von Morgen&Morgen erhalten haben. Das entspricht in etwa dem Testurteil „sehr gut“ der Zeitschrift Finanztest. So schützen wir sie vor vielen unliebsamen Überraschungen.

 

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